Medienwerkstätten
Pädagogen der offenen Kinder- und Jugendarbeit dazu befähigen, niedrigschwellige Angebote im Bereich der Digitalen Bildung zu offerieren – darum geht es bei den im Rahmen der „Ich kann was!“-Initiative entwickelten Medienwerkstätten.
Ziel
Mit den Medienwerkstätten sollen Digitale Bildung und Medienpädagogik in der offenen Kinder- und Jugendarbeit verankert werden. Ziel ist es, die Pädagogen der Einrichtungen für die Potentiale und Chancen digitaler Bildung zu sensibilisieren und zur Umsetzung entsprechender Inhalte und didaktischer Konzepte in ihren Einrichtungen zu befähigen. Die so entstehenden Angebote sollen vor allem Kinder und Jugendliche aus bildungsferneren Familien dabei unterstützen, sich kompetent und verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen.
Konzeptionelle Idee
Digitale Medien sind heute ein selbstverständlicher Teil des Alltagslebens. Mit der intensiven Nutzung neuer Medien geht allerdings nicht automatisch eine hohe Medienkompetenz einher. Um gerade auch Kindern und Jugendlichen aus einem sozial schwierigen Umfeld die Chance zu geben, sich handlungsorientiert und spielerisch digitale Kompetenzen anzueignen und das kreative Potenzial medialer Technologien zu entdecken, wurden die „Ich kann was!“-Medienwerkstätten für die offene Kinder- und Jugendarbeit entwickelt.
Umsetzung
Die Medienwerkstätten wurden in vier Berliner „Ich kann was!”-Einrichtungen pilotiert. Diese erhielten über ein halbes Jahr je eine halbe Personalstelle, mit der sie die Etablierung digitaler Themen in der Einrichtung realisierten. Impulse für Aktivitäten und Angebote erhielten die Pädagogen aus den begleitenden Qualifizierungsworkshops. Auch eine Grundausstattung an Technik gehörte zu den Rahmenbedingungen dazu. So konnten alle Pädagogen von Beginn an regelmäßig offene Werkstätten und Workshops für die Kinder und Jugendlichen in ihren Einrichtungen durchführen und die im Rahmen der Qualifizierungen erlernten Tools direkt umgesetzt.
Ergebnisse
Alle Tools sowie weitere Anwendungsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit sind in dem speziell auf die offene Kinder- und Jugendarbeit zugeschnittenen Handbuch der „Ich kann was!“-Medienwerkstätten zusammengeführt. Rückmeldungen und Erfahrungen aus der Pilotphase wurden eingearbeitet, und so entstand ein praxiserprobter Leitfaden für Pädagogen, mit niedrigschwelligen Aktivitäten aus den Bereichen Making & Repair, Film & Foto, Programmieren & Robotik sowie Computer, Internet & Social Media. Alle Beschreibungen enthalten Angaben zum Schwierigkeitslevel, Zeitumfang und Materialbedarf. Das Handbuch steht als Download zur Verfügung.
Was wir machen
Fields hat das Konzept der Medienwerkstätten entwickelt und die Durchführung realisiert. Das betrifft die Konzeptionierung der Qualifizierungsmodule ebenso wie die Zusammenstellung der Grundausstattung für digitale Bildung, die Organisation und Begleitung der Qualifizierungsworkshops für Pädagogen und die Erstellung des Medienhandbuchs.
Im Rahmen der „Ich kann was!”-Initiative gefördert durch die Deutsche Telekom AG